histat:
Historische Statistik
8.053.615 Werte
418.108 Zeitreihen

Über histat


Datenbank zur historischen Statistik

Mit dem Datenbanksystem histat stellen wir hier ein Produkt zur Verfügung, das seit 2004 in der GESIS von Jürgen Sensch, Gabriele Franzmann und Rainer Metz entwickelt und vorangetrieben wurde. Die Online-Plattform hat die Funktion, Zeitreihen aus der historischen, wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Forschung zugänglich zu machen. Der Zugriff auf die Datenbestände sollte auf der einen Seite möglichst einfach erfolgen, auf der anderen Seite wissenschaftlichen Ansprüchen genügen und die angebotenen Zeitreihen in ihrem Entstehungskontext hinreichend dokumentieren. Aus dieser Idee ist ein erfolgreiches Produkt geworden. Dieses Jahr werden wir über 3.000 registrierte Nutzerinnen und Nutzer aus der ganzen Welt verzeichnen. Die Datenbank umfasst mittlerweile über eine Viertelmillion Zeitreihen aus über 360 Studien. Im letzten Jahr wurden über 70.000 Zeitreihen heruntergeladen. Monatlich werden mehrere Studien ergänzt. Auch organisatorisch wurde histat auf eine solide Grundlage gesetzt. Mit der Auflösung des Zentrums für Historische Sozialforschung und der Etablierung einer Teamstruktur innerhalb von GESIS wird die Datenbank dauerhaft vom Team Datenservice Historische Studien betreut und weiterentwickelt. Innerhalb des zurzeit zehnköpfigen Teams widmen sich drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt von mehreren Hilfskräften der kontinuierlichen Bestandserweiterung und –pflege. 2011 stellte die GESIS Mittel für einen umfassenden Relaunch bereit. Mit diesen Mitteln wurde die Oberfläche grundlegend überarbeitet und eine einheitliche Benutzerführung über alle Funktionen geschaffen.



Beispiele für Studien, die histat-Daten verwendet haben:

Klemann, Hein A. M. / Kudryashov, Sergei, Occupied Economies: An Economic History of Nazi-Occupied Europe, 1939-1945, Oxford [u.a.]: Berg 2012.

Lampe, Markus / Sharp, Paul, Tariffs and Income: A Time Series Analysis for 24 Countries, Discussion Papers on Business and Economics No. 17/2012, Department of Business and Economics Faculty of Business and Social Sciences University of Southern Denmark.

Acemoglu, Daron / Cantoni, Davide / Johnson, Simon / Robinson, James A., The Consequences of Radical Reform: The French Revolution, in: American Economic Review, 101/7 (2011), S. 3286-3307. DOI: 10.1257/aer.101.7.3286.

Gehrmann, Rolf, Infant Mortality in Germany in the 19th Century, Comparative Population Studies – Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft 36/4 (2011), S. 839-868.

Uebele, Martin, Die Identifikation internationaler Konjunkturzyklen in disaggregierten Daten: Deutschland, Frankreich und Großbritannien, 1862–1913. Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte / Economic History Yearbook 52/1 (2011), S. 19-44. DOI: 10.1524/jbwg.2011.0002.

Demeulemeester, Jean-Luc / Diebolt, Claude / Jaoul-Grammare, Magali, The growth of aggregate wage earnings in Germany, 1810–1989, in: Applied Economics 43/21 (2011), S. 2657-2669. DOI:10.1080/00036840903299813.



Inhalt

Da histat von Beginn an als System für heterogene Datenbestände konzipiert war, variiert sowohl die Anzahl der Zeitreihen pro Studie als auch die abgedeckte Zeitspanne beträchtlich. Rund zwanzig Prozent der Studien beinhalten bis zu 50 Zeitreihen, weitere 13 Prozent bis zu 100, 40 Prozent zwischen 101 und 500. Jeweils gut zehn Prozent beinhalten 501 bis 1000 und 1001 bis 5000 Zeitreihen. Neun Studien (3 Prozent) umfassen mehr als 5.000 Zeitreihen, die größten drei davon alleine insgesamt 61.274 Zeitreihen. Die folgende Abbildung zeigt die Anzahl der Zeitreihen pro Studie (in logarithmischer Skalierung) sowie ihre Anfangs- und Endzeitpunkte. Man sieht, dass eine ganze Reihe von Studien auch sehr lange Zeiträume von mehreren hundert Jahren umfassen, auch solche mit relativ vielen Zeitreihen. Der Schwerpunkt (dunkle Färbung) liegt jedoch eindeutig in dem Bereich von etwa 1850 bis 1950 und zwischen 100 und 1.000 Zeitreihen.

Insgesamt umfassen alle in histat enthaltenen Zeitreihen rund fünfeinhalb Millionen Werte. Ab 1800 liegen für nahezu jedes Jahr mindestens tausend Werte vor, ab Mitte des 19. Jahrhunderts sind es schon über zehntausend, mit Gründung des Deutschen Reiches über zwanzigtausend. Den Höhepunkt bilden die Jahre um den Beginn des 20. Jahrhunderts: hier stehen für einige Jahre über sechzigtausend Werte bereit. Die beiden Weltkriege führen zu Einbrüchen. Insbesondere für die vierziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts sinkt die Anzahl der verfügbaren Werte auf unter zweitausend. Für die Nachkriegszeit bis zur Gegenwart liegen zwischen zwanzig- und dreißigtausend Werte vor. Im Vergleich dazu nimmt sich die sogenannte vorstatistische Zeit bescheiden aus. Doch auch hier können wir seit dem 16. Jahrhundert überwiegend mehr als hundert Werte pro Jahr anbieten, seit Mitte des 17. Jahrhunderts zumindest für jedes zehnte Jahr weit über tausend.“



Nutzungsstatistik

Seit der Freischaltung verzeichnet histat eine jährlich wachsende Nutzung. Mit der Aufhebung der Registrierungspflicht zur Recherche im Jahre 2010 hat sich die Anzahl der Datenbankaufrufe innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt. Dieses Jahr werden wir über 4 000 registrierte Nutzerinnen und Nutzer verzeichnen.



Vollständige Dokumentation als PDF (107 S.)



Kontakt


Sollten Sie weitere Fragen oder Anregungen haben, zögern Sie bitte nicht, sich mit uns in Kontakt zu setzen:

histat@gesis.org

Prof. Dr. Rainer Metz
0221 – 47694 479

Gabriele Franzmann, M.A.
0221 – 47694 476

Dipl.-Soz. Jürgen Sensch
0221 – 47694 477





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